PNEUMATISCHE KLOPFER – TYP K

1. Aufbau und Wirkungsweise
Durch spontan freiwerdende gespeicherte Druckluftenergie erzielt der pneumatische Klopfer eine sehr hohe Schlagarbeit. Im Bild 1 ist der Aufbau des Klopfers zu sehen.
Der als Dauermagnet ausgebildete Schlagkolben (1) haftet in der Endlage an der Ankerplatte (2) bis die durch den Deckel (3) zugeführte Druckluft die Magnetkraft überwindet. Der-Schlagkolben (1) löst sich von der Ankerplatte (2), wird von der gespeicherten Druckluft sehr stark beschleunigt und schlägt mit 6 bis 7 m/s auf den Schlagbolzen (4), der den Schlag auf die Silowand überträgt. Nach der Entlüftung des Klopfers drückt die Feder (5) den Schlagkolben (1) in die Ausgangsstellung zurück.

Bild 1

2. Anwendung
Der Pneumatische Klopfer wird bei Schüttgütern mit Materialflußstörungen wie Brücken-, Schacht- und Restebildung angewendet, wenn die hochtourigen Vibratoren  oder Rüttler mit den weichen sinusförmigen Schwingungen nicht wirksam sind. Die Wirkung des Klopfers ist mit dem berüchtigten „Silohammer“ vergleichbar, ohne daß jedoch verbeulte Siloausläufe den Materialfluß zusätzlich erschweren.
Der Pneumatische Klopfer erzeugt einen idealen elastischen Stoß, der als Schlagenergie E = m/2 × v2 [kgm/s2 = Nm] und als Impuls J = m × v [kgm/s = Ns] angegeben wird. Eine Schlagkraft oder Unwucht  wie bei Vibratoren gibt es nicht. Die Wirksamkeit des Klopfers wird mit folgender Regel beurteilt:
Kann mit einem Handhammer das Produkt zum Fließen gebracht werden, so ist auch der Pneumatische Klopfer wirksam. Der Klopfer wird normal über eine elektrische Steuerung mit einem Magnetventil angesteuert.
Die abzuklopfende Fläche soll schwingen können, damit sich der Stoß nach allen Seiten ausbreiten kann. Verstärkungen der Silowände und zusätzliche Rippen sind zu vermeiden, da damit das Gewicht und die Festigkeit der Silowände erhöht und die Wirkung des Klopfers gemindert wird.